English Day 2018 Drucken

Zum Frühstück gibt es Speck und Spiegeleier

Grundschule Altwarmbüchen veranstaltet English Day – vom Essen bis zum Theaterstück ist alles dabei

Von Philipp Bader (Bericht in der HAZ vom 26.04.2018)

Fotos: Bader

 

Die in uniformer Kleidung erschienenen Grundschüler stehen in einer Schlange an, um sich ihr englisches Frühstück bei Dunja Martin (rechts) und Julia Strugalla abzuholen (großes Bild). Was es gibt, steht an der Tür angeschlagen (Bild oben). Melina schmeckt der Toast mit Bacon wesentlich besser als die Bohnen.

 

Altwarmbüchen. Die Tomaten und Pilze dünsten, der Bacon brutzelt in der Pfanne, der Geruch von geröstetem Toastbrot steigt allen Anwesenden in die Nase: Zum dritten Mal veranstaltet die Grundschule Altwarmbüchen den sogenannten English Day, der standesgemäß mit einem echten englischen Frühstück beginnt. Der Büfetttisch ist reichhaltig bestückt: Bacon und Bratwürstchen, Tomaten und Pilze, dazu gebackene Bohnen, Toast und Marmelade.

Organisiert wird das Frühstück vom pädagogischen Mitarbeiter Keith Tillet, seines Zeichens Engländer. „Heute machen wir hier Frühstück für über 200 Schüler der dritten und vierten Klassen“, sagt Tillet. Hinzu kommen noch Schüler der International School Hannover Region. 400 Würstchen, 200 Eier und 50 Packungen Bacon werden dafür aufgefahren.

Tillet selbst bindet sehr gern Einflüsse aus seiner englischen Heimat in seine Arbeit an der Schule mit ein. So leitet er eine Rugby- und eine Kricket-AG. Mit dem Rugbyteam belegte die Schulmannschaft im vergangenen Jahr sogar den ersten Platz bei einem Turnier gegen andere Schulen. „Alle zwei Jahre machen wir dann unser Frühstück, auf das sich die Schüler immer sehr freuen“, erzählt Tillet. „Die meisten haben noch nie ein English breakfast erlebt. So wollen wir ihnen die britische Lebensweise etwas näherbringen.“ Und dabei lassen sich die Organisatoren auch nicht von kleinen Problemen aufhalten: „Vor zwei Jahren haben wir so viel gebraten, dass der Rauchmelder Alarm schlug“, berichtet Tillet schmunzelnd.

Das Frühstück ist allerdings nur ein Programmpunkt des English Day. Bereits morgens erzählen sich die Schüler untereinander Geschichten – natürlich auf Englisch. „Die Idee hinter dem English Day ist es, die Kinder zum Sprechen zu bekommen und ihnen dabei die britische Kultur näherzubringen“, sagt die verantwortliche Lehrerin Meike Thonemann. „Deswegen tragen heute auch alle Schüler weiße Oberteile, blaue Hosen und Namensschilder, um das Gefühl einer Schuluniform nachzuempfinden.“

Langsam bekommen auch die Kinder Hunger. Wie es sich für eine englische Schulklasse gehört, stellt sie sich in einer ordentlichen Schlange an. Jeder darf sich nun an den Speisen bedienen – allerdings müssen die Schüler auf Englisch danach fragen. Vokabeln wie Mush-rooms (Pilze) und Bacon (Speck) haben sie im Vorfeld gelernt. Etwas skeptisch beobachten die Schüler, wie ihnen Tillet und seine fleißigen Helfer Bohnen auf die Teller füllen. Die neunjährige Cristina geht auf die International School. „Mir schmeckt das Frühstück sehr“, sagt sie auf Englisch. Die zehnjährige Melina von der Grundschule ist gespannt: „Ich hab’ noch nie so ein englisches Frühstück gegessen, aber Bacon wollte ich schon immer mal probieren.“

Mit voll beladenen Tellern geht es zurück in die Klassen. Zuerst werden die weißen Bohnen in Tomatensoße probiert: „Bäääh!“, ruft Melina. „Also Bohnen sind nicht so mein Geschmack.“ Da schmeckt der Toast mit Bacon doch schon um einiges besser. So gehen die Schüler gestärkt zum nächsten Programmpunkt über: Ein englischsprachiges Theaterstück namens „Everyday Birthday“ steht an, welches alle Kinder ins Geschehen mit einbindet. Und auch dabei sind vor allem ihre Englischkenntnisse gefragt.

 
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