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Bericht aus der "Nordhannoverschen" vom 06.04.2018

Grundschüler experimentieren mit mobilem Labor der Leibniz-Universität Hannover, von Katerina Jarolim-Vormeier

Axilles (vorn links, dann weiter im Uhrzeigersinn), Leo, Yannic und Jannik bauen gemeinsam eine Brücke – ohne Nägel und Schrauben. Foto: Jarolim-Vormeier

Altwarmbüchen. Besondere Herausforderung: Viertklässler der Grundschule Altwarmbüchen bauen eine Bogenbrücke aus Holzplanken, die ohne Nägel und Schrauben auskommt. „Wichtig ist, Ihr müsst im Team arbeiten“, geben die Studenten Jan Segger und Tobias Key vom rollenden Junior-Labor der Leibniz-Universität (Leibniz JuniorLab) den Schülern Tipps.

Gleich legen Axilles, Leo, Yannik und Yannic mit der Konstruktion los. Holzstab für Holzstab verkeilen sie geschickt, damit der Bau auch hält. Innerhalb von fünf Minuten bauen die Jungen die Brücke auf. „Es ist sehr schwer, aber wir haben es geschafft“, sagt Axilles stolz. Am Nachbartisch haben Lea, Linja, Jamie und Bent mit der Statik Probleme – aber auch diese Gruppe bewältigt am Ende die Aufgabe mit Bravour.

Gebaut haben die Schüler die Brücke ohne Befestigungsmaterial nach einem Modell des italienischen Ingenieurs Leonardo da Vinci (1452?–?1519), der auch Maler, Bildhauer, Architekt, Anatom, Mechaniker und Philosoph war. Die Brücke sollte leicht zu transportieren und aufzubauen sein, damit Soldaten Hindernisse schnell überwinden können. „Ob sie jemals eingesetzt wurde, ist nicht bekannt“, sagt Jan Segger, der an der Leibniz-Universität Hannover Bauingenieurwesen studiert.

Zusammen mit dem angehenden Berufschullehrer Tobias Key besucht Segger Grundschulen, um bei den Jungen und Mädchen die Lust auf Naturwissenschaften, Technik und Wissenschaft zu wecken – so wie am Donnerstag in Altwarmbüchen. 24 Viertklässler erfahren anhand spannender Experimente auch, welche verschiedenen Brückentypen noch existieren: Balken-, Fachwerk-, Bogen- und Schrägseilbrücken gehörten dazu, verrät Segger den Kindern. Dabei seien Brücken die Königsdisziplin der Ingenieure, beispielsweise die Golden Gate Bridge in San Francisco. „Für die Hängebrücke haben die Ingenieure fünf Jahre gebraucht“, berichtet Segger.

Was beim Brückenbau schiefgehen können und wo die Gefahren lägen, fragte der Student in die Runde. Vielleicht könne Rost die Pfeiler einstürzen lassen, überlegen die Grundschüler. Sicher auch, aber ebenfalls könne der Wind eine Brücke zum Schaukeln bringen, wie Segger mit einem kurzen Film dokumentiert. Dann geht er mit einem Straßen-Modell durch die Klasse, damit die Kinder selbst erfahren, wie sich der Fahrbahnbelag einer Brücke verdrehen kann. „Stabilität erreichen die Erbauer, wenn die Fahrbahn nicht hohl, sondern von unten zugebaut ist“, erklärt Segger den Viertklässlern.

Außerdem erfahren die Grundschüler auch noch, wie Hochhäuser im Sand errichtet werden. Als Beispiel nennen Key und Segger das Hochhaus Burj-Khalifa in Dubai, das mit 829,80 Metern höchste Bauwerk der Welt. „Bohrpfähle aus Stahl sorgen für Stabilität“, erfahren die Kinder, die am Ende ein Diplom erhalten. Das beweist: „Ihr seid coole junge Wissenschaftler“, lobt Segger.

und hier der Bericht aus der Schule:

Für zwei Unterrichtsstunden durften sich jeweils 6 SchülerInnen aus den vier vierten Klassen durch die Mitarbeiter des Leibniz JuniorLab über das Bauingenieurwesen informieren lassen. Ziel der Besuche des Leibniz JuniorLab an Schulen ist es, die natürliche Neugierde der SchülerInnen zu nutzen, um naturwissenschaftliche Phänomene erfahr- und greifbar zu machen, und sie so für Naturwissenschaften und Technik zu begeistern. Anhand von Versuchen erklärten die Mitarbeiter den SchülerInnen, wie Gebäude und andere Bauwerke standhaft gebaut werden können. Mit großem Interesse verfolgten alle die Ausführungen. Am Ende durften die SchülerInnen in Gruppenarbeit eine Brücke bauen. Dabei machten sie die Erfahrung, dass dies gemeinsam einfacher zu schaffen ist.

 
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